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BKK·VBU Familienherz e.V.: Förderpreis für den Verein KAHUZA aus Halle
17.12.2009 13:55 Uhr - Hilfe & Helfen
Der Förderverein BKK·VBU Familienherz vergibt dieses Jahr zum ersten Mal einen Sonderpreis, der dem gemeinnützigen Verein KAHUZA aus Halle am 18. Dezember verliehen wird. Die Jury begründete die Auswahl des Gewinners mit dem herausragenden und umfassenden Engagements des Vereins gegen Kinderarmut und Gewalt. Mit dem Förderpreis in Höhe von 2.500 Euro soll in der Turnhalle von KAHUZA e.V. eine alternative Heizmöglichkeit eingebaut werden.
Der BKK·VBU Familienherz e.V. vergibt bereits im fünften Jahr den Förderpreis einer gemeinnützigen Institution, die Kinder und Familie in den Mittelpunkt stellt. „Es ist beeindruckend, was Tina Witkowski und ihr Team in nur vier Jahren ohne öffentliche Fördergelder auf die Beine gestellt haben“, sagt Anette Diederich, Vorstandsvorsitzende des BKK·VBU Familienherz e.V. „Außerdem setzt sich KAHUZA aktiv dafür ein, dass Kinder gefördert werden und immer einen Treffpunkt haben, an dem sie sich geborgen fühlen können.“ Diese Argumente haben den BKK·VBU Familienherz-Beirat davon überzeugt, in diesem Jahr neben dem regulären Förderpreis einen Sonderpreis auszuloben.
Neben der Kita Wunderwelt, die im April diesen Jahres eröffnet wurde, ist der zentrale Anlaufpunkt bei KAHUZA e.V. das „Baumhaus“. Bereits der Name drückt aus, worauf es den Initiatoren ankommt: Die Kinder sollen sich im Baumhaus als Zufluchtsort sicher und wohl fühlen. „Wir wollen mit unserem Projekt den Kindern und Jugendlichen eine zusätzliche Möglichkeit geben, sich zu ganzheitlichen Persönlichkeiten zu entwickeln und ihnen in unserem Haus Unterstützung und Begleitung anbieten,“ beschreibt Tina Witkowski, Vorstandsvorsitzende des Vereins, das Gewinner-Projekt.
Ein weiteres Anliegen von KAHUZA e.V. ist die Förderung der Kreativität der Kinder und das Miteinander. Täglich werden nach dem kostenlosen Mittagstisch Hausaufgaben erledigt und zusammen gelernt. Anschließend gestalten die Kinder und Jugendlichen gemeinsam ihre Freizeit beim Sport, in der Kinderwerkstatt oder im Kreativ-Bereich.
18.07.2009 Zahnärzte sammelten

Foto: privat
Halle (WS). Oberarzt Dr. Christian Gernhardt (Universitätspoliklinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie) hat es geschafft: er hat sich erfolgreich habilitiert - also die Lehrbefugnis in einem wissenschaftlichen Fach an der Universität erlangt. Anstatt von Geschenken wünschte sich Gernhardt aber, dass die Feiergäste Geld mitbrachten. Nicht für den Oberarzt, sondern für einen guten Zweck. Also kamen 27 Zahnärzte der halleschen Uni-Zahnklinik und befreundete niedergelassene Kollegen aus dem gesamten Bundesgebiet dem Wunsch nach und am Ende klingelten mehr als 1 250 Euro in der Spendenkasse. Nutznießer ist der Verein „Kahuza“ aus Halle, der sich um sozial benachteiligte Kinder kümmert. Gegründet wurde der Verein von Tina Witkowski, Gewinnerin des Prix Courage 2007 des ZDF-Magazins „Mona Lisa“. Am 18. Juli haben die Zahnärzte mit Hilfe dieses Geldes und vollem Einsatz, unterstützt von professionellen Handwerkern des Vereins und der Firma K&M Naumann GbR (Bad Lauchstädt) für die Kinder einen überdachten Außensitz auf dem Gelände des Vereinshauses in der Heinrich-und-Thomas-Mann-Straße 11 gebaut. Als Überraschung hatte der Verein von dem übrigen Geld für die Kinder einen Pool gekauft, der an diesem Tag eingeweiht wurde. Anschließend haben alle Beteiligten mit den Kindern ein Fest gefeiert. „Kahuza“ ist ein anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. „Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien zu helfen. Natürlich wird in unserem Verein jedem geholfen. Es geht einzig um die Kinder, die alle Hilfe für ihr Leben brauchen“, heißt es auf der Homepage des Vereins. Zu den Aktivitäten gehören unter anderem gemeinsames Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, Unterstützung mit Lernmitteln und Kleidung sowie viele Freizeitaktivitäten.
Kindertagesstätte in Halle
22.2.2009, NDR/ Literatur
Tina Witkowski ist nicht berühmt. Sie lebt in Halle an der Saale und hilft Kindern in Armut. Ihre Tagesstätte ist für viele ein „zweites Zuhause“. Nach der warmen Mahlzeit kommt die Schulaufgabenhilfe: „Jedes Kind hat eine Chance verdient“, sagt Witkowski - gerade die aus Hartz-IV-Familien: „In Halle ist es wirklich so, dass jedes dritte Kind in dem Bereich lebt. Kinderarmut drückt sich nicht nur darin aus, dass Essen fehlt – obwohl das ein sehr wichtiger Punkt ist bei vielen Familien. Aber es geht auch darum, dass keine Liebe da ist, oder überhaupt, dass sich mal jemand kümmert, die Kinder in den Arm nimmt und ihre Probleme sich anhört.“
Mit 5.000 Euro Eigenkapital, ohne jede staatliche Hilfe, hat Tina Witkowski ihren Kinder- und Jugendtreff aufgebaut. Das Geld für’s eigene Leben verdient sie als Trauerrednerin. Traurig findet sie auch, dass viele Prominente, die sie als Unterstützer gewinnen wollte, absagten - bis auf Iris Berben. „Es wird ja weltweit gespendet“, sagt Witkowski. „ Das ist ja auch gut – wir spenden für die Dritte Welt, für die Kriegsopfer und was weiß ich… Aber die Problematik, die wir hier vor der Haustür haben, die möchte man natürlich nicht sehen“ Berben meint: „Sie geht damit um, sie weiß um die Schmerzen, sie weiß um das Alleinsein und die Ausgrenzung und nimmt es in die Hand – auf eine ganz gerade, fassbare Weise.“
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Iris Berben, die schöne starke Frau des deutschen Fernsehens: Eigentlich will sie heute wirklich nicht im Mittelpunkt stehen. Geht natürlich nicht. Also macht sie das Beste aus ihrer Bekanntheit: „Mich nimmt man anders wahr, weil ich öffentlich bin. Und jetzt versuche ich mal, ein paar Frauen eine Stimme zu geben, damit auch eine Öffentlichkeit merkt Im Grunde ist es eher ein Sensibilisieren, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und zu schauen, seinen Tunnelblick für Momente zu vergessen und da wo man sieht, man wird gebraucht, auch sich einbringt.“ Wie Monika Hauser, die für ihre Arbeit den Alternativen Nobelpreis bekam. Tina Witkowski, die Heldin im Hallenser Alltag - und 22 weitere Frauen.
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Iris Berben am Ende der Lesung: Müde und glücklich. Natürlich schadet ihr Einsatz auch der eigenen Popularität nicht. „Vorbild für Millionen“? Finden wir gut!
Literatur
Iris Berben: Frauen bewegen die Welt
Droemer/Knaur
ISBN: 978-3426274682
19,95 Euro
ZDF-Magazin "ML Mona Lisa" und Clarins vergeben Prix Courage 2007
Auszeichnung für soziales Engagement für Kinder geht an Hallenserin Tina Witkowski
Mainz (ots) - Für ihr Projekt KAHUZA e.V., mit dem sie sozial benachteiligten Kindern in ihrer Heimatstadt Halle an der Saale eine Perspektive für eine Zukunft ohne Armut und Gewalt ermöglichen möchte, wurde Tina Witkowski mit dem von der ZDF-Redaktion "ML Mona Lisa" und Clarins Deutschland vergebenen Prix Courage 2007 ausgezeichnet. "Mona Lisa"-Redaktionsleiterin Barbara Dickmann und Stephan Seidel, Geschäftsführer von Clarins Deutschland, überreichten den mit 20.000 Euro dotierten Preis am Dienstag, 3. Juni 2008, um 18.00 Uhr in der Allerheiligen Hofkirche in München. Laudatoren waren Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, sowie die Schauspielerin Anna Loos. "Mona Lisa"-Moderatorin Susanne Kronzucker führte durch das feierliche und unterhaltende Programm.
Seit 1995 ehrt das ZDF-Magazin "ML Mona Lisa" die "Frau des Jahres" für persönliches Engagement für sozial benachteiligte, vernachlässigte oder schwer kranke Kinder. Seit 2004 heißt die Auszeichnung "Prix Courage" und wird gemeinsam mit dem Unternehmen Clarins vergeben. Im diesem Jahr stand das Thema Kinderarmut in Deutschland im Mittelpunkt der Suche nach einer preiswürdigen Frau.
Die aktuelle Preisträgerin Tina Witkowski engagiert sich in ihrer Heimatstadt Halle seit 1995 für benachteiligte Kinder - zunächst in Einzelprojekten und seit April 2005 im von ihr gegründeten Verein KAHUZA e.V. In einem von diesem Verein unterhaltenen Haus erhalten Kinder und Jugendliche zwischen drei und 20 Jahren Geborgenheit und Zuwendung: ein gemeinsames Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, Unterstützung mit Lernmitteln und Kleidung sowie ein vielfältiges Angebot an Freizeitaktivitäten. Tina Witkowskis neuestes Projekt: Um schon den Kleinsten zu helfen, möchte sie eine Kindertagesstätte mit Krippen- und Kindergartenplätzen einrichten, die aber komplett über Spenden finanziert werden muss.
HalleForum.de Halle (Saale), 27.02.2008 10:00
KAHUZA e.V. vor Finanzschwierigkeiten
Das Projekt Baumhaus des KAHUZA e.V. sucht finanzielle Unterstützung zum Fortbestand. Die Hallesche Wohnungsgesellschaft HWG hatte den Mietvertrag für das Objekt in der Klosterstraße gekündigt.
(sas) Seit Juni 2006 konnten Kinder ihre Freizeit im Baumhaus des KAHUZA e. V. verbringen, ehrenamtliche Mitarbeiter brachten das marode Gebäude wieder auf Vordermann, steckten Kraft und Zeit in den Ausbau, um Kindern einen Platz fernab des Alltags im elterlichen Haus zu bieten. Doch gemeinnützige Arbeit stößt anscheinend nicht überall auf Gegenliebe.
Kündigung und Neuanfang
Im September hatte die Hallesche Wohnungsgesellschaft HWG dem Verein eine außerordentliche Kündigung zugestellt, im März 2008 muss der KAHUZA e.V. endgültig seine Pforten in der Klosterstraße 1 schließen. Kündigungsgrund laut HWG soll ein Verstoß gegen die Brandschutztechnik sein. Doch die Vereins-Vorsitzende Tina Witkowski vermutet Verkaufspläne durch die HWG. Unbegründet ist diese Vermutung keinesfalls. Die HWG muss dabei helfen, den städtischen Haushalt zu sanieren, und braucht dafür Geld. Dafür trennt sich die HWG von zahlreichen Gebäuden auch im Umfeld des Vereinsdomizils. So steht in der Kardinal-Albrecht-Straße 42 bereits ein Haus des Vermieters zum Verkauf.
Dem ehemaligen KAHUZA-Domizil droht jetzt selbiges Schicksal. Um den Verein zu retten, wird nun kräftig umgezogen, das Gros der Sachen ist bereits in Kisten verpackt, dennoch läuft der normale Betrieb weiter – Zurückziehen ist keine Option, der Sinn des Vereins liegt nun mal im Schutz der Kinder. Nur wenige hundert Meter weiter hat der Verein in einem ehemaligen Schulgebäude in der Heinrich-und-Thomas-Mann-Straße 11 sein neues Domizil gefunden. Größer und besser wird es werden. Doch der Verein steht vor einem Problem: das Gebäude kann nicht gemietet, sondern muss gekauft werden. Für einen gemeinnützigen Verein, der sich ausschließlich über Mitgliedsbeiträge, Spenden und Sponsoren finanziert eine harte Aufgabe: 266.000 Euro müssen bis Jahresende besorgt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde Anfang Februar eine Spendenaktion gestartet, zusammengekommen sind bereits 2.202 Euro (Stand: 25.02.2008) - ein weiter Weg steht den zumeist ehrenamtlichen Mitarbeiter bevor. Doch die Spendenaktion zieht auch mediale Kreise, MDR und ZDF berichten demnächst über den Verein und seine aktuellen Sorgen.
Projekt Baumhaus
Engagiert gegen Kinderarmut und Gewalt gegen Kinder in Deutschland - dafür steht der hallesche Verein KAHUZA e.V. Freizeitgestaltung und Unterstützung bei den Hausaufgaben sind nur zwei Aufgaben des Vereins, die Kinder bekommen ebenso eine warme Mahlzeit und durch die Hilfe ehrenamtlicher Helfer wird auch der Schulstoff vertieft und die Sportaktivitäten sind vielfältig. Über Computer, Billard, Basteln, Spielen im Hof – alles wird geboten. Zurzeit nutzen 25-30 Kinder regelmäßig die Möglichkeiten des Vereins, von Montag bis Freitag ist das Projekt Baumhaus für die schulpflichtigen Kinder da – unterstützt und fördert sie im schulischen als auch im erlebnispädagogischen Bereich. Täglich stehen 4 ABM-Kräfte und 3-5 ehrenamtliche Helfer den Kindern beim Lernen, Spaß und Spiel zur Seite.
Die Abenteuer des Igeljungen Kahuza
von Tina WitkowskiIllustrationen von Marija Falina Ein illustriertes Kinderbuch des Vereins KAHUZA e.V., dessen Erlös Projekte des Vereins (gegen Kinderarmut) unterstützt. ISBN: 978-3-86634-073-2 Umfang: 33 Seiten Abbildungen: 13 fb-Illustrationen Verarbeitung: Paperback Format: 20,0 cm x 27,5 cm Lesealter: 5 - 10 Jahre |
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